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 News
Erwarteter Ölpreisanstieg begünstigt Energieaktien

09.06.2009

Trotz der Rezession bleibt der Energiesektor für Investoren attraktiv. Grund dafür ist der mittelfristig steigende Ölpreis, von dem der gesamte Sektor profitiert. Zu dieser Einschätzung kommen Analysten des amerikanischen Asset Managers Janus in der ersten Ausgabe der Publikationsreihe "Investment Insights". Darin präsentieren die sieben Janus-Sektor-Analystenteams vierteljährlich ihren Ausblick für die Sektoren Kommunikation, Konsumgüter, Finanzen, Energie, Gesundheit, Industrie und Technologie.

Als Grund für einen steigenden Ölpreis sehen die Experten vor allem eine Verknappung auf der Angebotsseite. Es sei damit zu rechnen, dass deutlich weniger Öl produziert wird, als der Markt derzeit erwarte. So seien etwa wichtige neue Ölvorkommen nur in schlecht zugänglichen Gegenden gelegen, zum Beispiel 5.200 Meter unter dem Meeresgrund vor der Küste Brasiliens. Damit sich eine Extraktion lohne, müsse der Marktpreis wesentlich höher als derzeit liegen. Die mächtige Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), aus deren Mitgliedstaaten 41 Prozent der weltweiten Erdölproduktion komme, zeige derzeit kein Interesse, Öl unter dem aktuellen Marktpreis zu fördern. Es sei daher damit zurechnen, dass die OPEC die Preisschrauben anziehen werde. Länder wie Saudi-Arabien brauchten einen Ölpreis von mindestens 60 Dollar, da sie sonst ihren Staatshaushalt nicht auf Kurs halten könnten. Dem knappen Angebot stehe die Nachfrage von Schwellenländern wie China gegenüber, die bei einem Wiedererstarken der Konjunktur wieder kräftig anziehen dürfte.

Am meisten dürften von dieser Dynamik jene Explorations- und Produktionsunternehmen profitieren, die selbst nach Öl bohren und deren Förderpotenzial sich noch nicht im Aktienkurs widerspiegele. Außerdem interessant seien einzelne Unternehmen, die Spezialausrüstung für die Ölförderung lieferten sowie einige Plattformbetreiber, die sich auf Tiefseeförderung spezialisierten.

Die Prognosen für die anderen Sektoren fallen verhalten aus. Es gebe jedoch fast in jeder Branche einzelne Unternehmen, die durch ihr Geschäftsmodell von der Krise nur bedingt betroffen seien und gestärkt aus ihr hervorgehen dürften. Interessant seien unter anderem Telekommunikationsanbieter, die in Schwellenländern operieren, Finanzdienstleister, die von der Marktbereinigung profitieren dürften, Baugesellschaften, denen die staatlichen Infrastrukturmaßnahmen zugute kommen, sowie Healthcare-Unternehmen, die dazu beitragen, die Kosten im US-Gesundheitssystem zu senken.

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